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Wanda: “Ab jetzt wird alles anders”

Es war das Austropop-Happening des Jahres. Gemeinsam mit musikalischen Freunden wie Voodoo Jürgens, der aktuellen Nummer eins der Charts, und Hun­derten Fans gingen Wanda letzte Woche auf Fan-Kreuzfahrt durchs Mittelmeer. Vier Tage Dauerrausch zwischen Genua und Bologna mit einer mehr als bleibenden Erinnerung für Jürgens: Er ließ sich im Hafen tätowieren! Im WEGOTIT-Interview zieht Marco Wanda seine ganz persönliche Reise-Bilanz.

Wie war die Kreuzfahrt?
Wir waren mit ein paar Hundert Leuten auf einem Schiff und gaben zwei Konzerte. Das war relativ punkig. So wie früher in den Clubs. Die Karten waren ja sehr teuer. Die Fans gaben das letzte Geld dafür aus. Deshalb mussten wir auch etwas leisten.

Eine Fan-Kreuzfahrt hat doch auch den Beigeschmack von Schlager. War das ein Ausverkauf?
Schlager als Genre leitet sich ja von so begnadeten Liedermachern wie den Beatles oder ABBA ab und somit habe ich kein Problem, wenn man uns auch als Schlager bezeichnet. Denn jedes Schlagwort ist gut, um unter die Leute zu kommen.

Als Grande Finale gaben Sie Ihr erstes Konzert in Bologna …
Wir sahen das als Startschuss, um Italien zu erobern. Ich wäre gerne auch in Italien auf Platz eins, denn es zählt ja nur die Nummer eins. Aber das sind durchwegs Luxus-Probleme, weil es sehr gut läuft und wir noch ­immer sehr viel Spaß haben.

Mit dabei war auch Ihr Freund Voodoo Jürgens, die aktuelle Nummer eins der Charts …
Ein Wahnsinn. Ich freue mich für ihn fast noch mehr als für uns. Vor drei Jahren war es für uns alle doch nicht mal erahnbar, ob man sich überhaupt die Miete leisten kann. Unser Manager hat uns mit den Worten „Du, Marco, verdienst ein Straßenkehrer-Gehalt und die Band braucht einen Zweitjob“ auf die Karriere eingeschult. Und drei Jahre später waren nicht nur wir, sondern auch Voodoo auf Platz eins. Großartig!

Haben Sie denn jetzt bereits ausgesorgt?
Nein! Und wenn, dann haben wir das auf der Kreuzfahrt alles ausgegeben. Wir müssen schon noch arbeiten. Deshalb gehen wir ab Anfang Dezember auch wieder auf große Österreich-Tour.

Spüren Sie Erfolgs-Druck?
Nein. Das haben wir uns nie gemacht und deshalb wäre es auch blöd, jetzt damit anzufangen. So lange es den Leuten Spaß macht und es ihnen irgendetwas bringt – so lange die die Amore fühlen – passt es so wie es ist.

Am Freitag (21-OKT) bringen Sie Ihr legendäres Wien-Konzert als CD & DVD. Das Ende eine Wanda-Ära?
Ja! Ab jetzt wird alles anders. Doch was daran anders ist, wissen wir noch nicht. Ich bin aber froh dass es diese DVD gibt, denn die hat schon etwas rühriges an sich. Man sieht uns die angerührte Nervosität an. Sehr süß.

Am Live-Album fehlt das Beatles-Cover A Hard Days Night
Ich war jüngst auf Urlaub in London und sah wie die in ihrer eigenen Sprache singen. Da hat mein Wiener Zungenschlag, dieses Vienna Englisch, keine Chance.

Was kommt als Nächstes? Die große Stadien-Tour?
Ab jetzt wäre es ganz angenehm, wenn wir uns von diesen Superlativen befreien und uns um die Musik kümmern dürfen. Das hätten wir uns hart erkämpft.

Ab Dezember gehen Sie wieder auf Tour? Schon mit neuen Songs?

Es gibt schon was Neues und wir werden es vielleicht auch anspielen. Wir kommen immer relativ unvorbereitet zu den Konzerten und da kann es uns passieren, dass wir was neues spielen. Die neue CD kommt dann nächstes Jahr.

Was haben Sie sich, von den vielen Millionen die Sie bislang verdient haben, gekauft?
Es sind weit weniger als Millionen (lacht). Ich habe mir bisher noch gar nichts gekauft, denn ich brauche nichts. Angelzubehör vielleicht.

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