Queen Lambert London 1
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Queen: So gigantisch wird ihr Wien-Konzert

Die beste Setlist seit 1986, Adam Lambert als würdiger Sänger und zwei Mal Freddie Mercury live. In der Londoner O2-Arena waren Queen gestern (18-JAN-2015) einmal mehr die unbestrittenen Champions. Widerlegten vor ihrem Wien-Konzert am 1. Februar die letzen Zweifel. Die WEGOTIT-Kritik.

„Das wird die beste Queen Show aller Zeiten“ hat Brian May vorab versprochen und beim WEGOTIT-Lokalaugenschein in der Londoner O2-Arena hielten die Musik-Champions gestern (18-JAN-2015) wirklich mehr als Wort. Gemeinsam mit Casting-Sänger Adam Lambert lieferten Queen vor 19.000 Fans (ausverkauft) eine 128-minütige Macht-Demonstration mit 25 Welthits, zwei Freddie Mercury-Duetten und den lang verschmähten Publikums-Favoriten Save Me und Don’t Stop Me Now. Ganz London stand dabei Kopf – feierte Queen zurecht als die größten Champions der Musikszene.

Vom Opener One Vision, bei dem Brian May zunächst als haushohe Silhouette auf den Bühnenvorhang projiziert wurde, bis zum traditionellen Finale We Will Rock You/We Are The Champions füllte der erst 32jährige Casting-Sänger Lambert dabei die großen Fußstapfen der Legende Mercury mit Bravour. Stimmlich perfekt rockte er bei vier Kostümwechsel (u.a. Indianer Leder-Jacke mit Flügel, Tartan-Hose und Gummistiefel (!) oder Glitzer-Anzug samt Krone) durch Klassiker wie Seven Seas Of Rhye, Fat Bottomed Girls oder Radio GAGA. Traf auch bei Hochtönern wie Somebody To Love jede Nuance perfekt und mimte zu Killer Queen auf einer Couch mit Champagner in der Hand die Vorzeige-Tunte. So theatralisch war nicht einmal der unsterbliche Freddie Mercury.

Neben Lambert, der auch gerne fluchte und zu den Fans in der ersten Reihen abtauchte, war natürlich einmal mehr May der große Chef: Für Love Of My Life und ’39 übernahm er auf einer Zweitbühne in Mitten der Fans das Kommando, doch anders als in Newcastle, wo er dabei auch den Lindisfarne-Klassiker Fog on the Thyne intonierte, ließ er diesmal eine spontane Acapella-Überraschung leider aus. Dafür knipste er mit seinem Selfie-Stick Erinnerungsfotos. „Diesmal sogar in Stereo – das gab’s noch nie!“

Auch Roger Taylor durfte für These Are The Days Of Our Live, bei dem auch Fotos von John Deacon am Screen gezeigt wurden, die Stimme erheben. Dazu lieferte er sich vor Under Pressure ein ausuferndes Drum-Duell mit seinem Sohn Rufus.

Die Bühne für das unglaubliche Hitfeuerwerk war eine Bombast-Materialschlacht mit Q-förmigem Videoscreen, 20-Meter-Laufsteg, Kran-artigen-Balkonen, Konfetti-Raketen und rekordverdächtiger Light-Show. Als Zuckerl holte man die seit den 80er Jahren verschmähten Hits Save Me und Don’t Stop Me Now wieder ins Programm und zeigte neben Lamberts ausgedehnter Vocal-Improvisiation vor I Want It All auch zwei kleine Abänderungen zum Tourstart in Newcastle: Stone Cold Crazy wurde gleich als zweiter Song und nicht mehr im Zugaben-Block angestimmt. Und statt dem Welthit A Kind Of Magic gab’s das gediegene These Are The Days of Our Lives.

Als Highlight war in London auch Freddie Mercury „live“ dabei: bei Love Of My Life und Bohemian Rhapsody erhob er via Videoeinspielung seine Stimme. Ein Stein wer dabei nicht mit Tränen kämpfte!. Am 1. Februar auch in der Wiener Stadthalle.

Das war die Setlist in London (18-JAN-2015):
One Vision
Stone Cold Crazy
Another One Bites The Dust
Fat Bottomed Girls
In The Lap Of The Gods
Seven Seas Of Rhye
Killer Queen
I Want To Break Free
Don’t Stop Me Now
Somebody To Love
Love Of My Life
’39
These Are The Days Of Our Lives
Drum Battle
Under Pressure
Save Me
Who Wants To Live Forever
Guitar Solo incl. Last Horizon
Tie Your Mother Down
I Want It All
Radio GAGA
Crazy Little Thing Called Love
Bohemian Rhapsody
Zugaben:
We Will Rock You
We Are The Champions
God Save The Queen

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