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Metallica: Verkürzte Show für Wien

Metallica als erstes Highlight und als großer Aufreger von Rock in Vienna: Sie starteten mit 30 Minuten Verspätung, spielten bloß das leicht adaptierte RockAvaria-Programm runter und ließen dann wegen der Verspätung den Überhit Nothing Else Matters aus. Die WEGOTIT-Kritik.

„Ihr wollt heavy? ‘tallica gibt euch heavy!“- Die Metal-Superstars Metallica als Könige der Donauinsel – und als große Verarschung. James Hetfield und Co. starten gestern (04-JUN) nämlich mit 30-minütiger Verspätung – und mussten deshalb ihre Setlist um den Überhit Nothing Else Matters kürzen! Auf der Donauinsel darf nur bis 23 Uhr gerockt werden!

Trotz diesem Afront waren Metallica für die Fans der absoluten Bringer des Eröffnungstags von Rock in Vienna. Mit ihrem lautstarken No Life ’til Leather-Programm ließen sie ganz Wien abrocken. Vom Opener Fuel bis zum Finale Enter Sandmann lieferten die US-Rocker dabei einen ebenso brachialen wie interessanten Mix aus Hits (Enter Sandmann, Sad But True, One) und Raritäten (The Unforgiven II). Eine 130-minütige Hardcore-Orgie voll ausufernder Gitarren-Soli (Cyanide) und Schlagzeug-Clownereien (Master of Puppets). Gegenüber München wurde die Setlist leicht adaptiert, so gab’s als dritten Song die Rarität No Remorse und nach Master Of Puppets mit Damage, Inc. und Fade to Black wieder die Songs vom Tourstart in Gelsenkirchen. Cool: 200 Fans durften dabei sogar auf der Bühne mitrocken! Weniger cool: die unnötige Verspätung und das Fehlen von Nothing Else Matters!

Rock in Vienna bringt seit gestern einen Hauch von Woodstock nach Wien, den zum ersten Mal findet damit ein Festival mitten in Wien statt! Schon zur Mittagszeit pilgern tausende Musik-Fans auf die Wiener Donauinsel. Um 14 Uhr startete die Mattersburger Rock-Core-Formation A Caustic Fate Rock in Vienna. Bis zum Finale mit den Schminkerockern KISS am Samstag werden 60.000 Besucher erwartet. Die Hitze und die doch nicht ganz so ausgereifte Organisation (keine Eingänge bei der Bühnen-nahen Floridsdorfer Brücke, uniformiertes Personal, keine öffentlichen Zeitpläne) machten dabei doch vielen zu schaffen. Dazu gab’s ab 19.40 Uhr bei den meisten Ständen kein Bier mehr und die VIP-Tribüne sowie die umstehende Fans wurde auch während Metallica noch mit Disco-Musik (!) beschallt! Trotzdem: mit über 30.000 Besuchern bilanziert der 1. Festival-Tag besser als von vielen erwartet.

Neben dem Highlight Metallica und dem umjubelten Comeback von Body Count feat. Ice-T (“My new name is: Ice Motherfucker T, Bitches”) zeigten gestern Faith No More die wohl bizarrste Festival-Show aller Zeiten. In Karo-Hemden und Lederhosen (!), sowie umrahmt von Hunderten Blumen-Kisten (!) rockte man die bizarren Aggresso-Hmynen der neuen CD Sol Invictus und Schmuse-Hits a’la Easy.

Heute (05-JUN) geht’s mit The Hives, Incubus und der grandiosen Drones-Show von Muse weiter. Am Sonntag (06-JUN) kommen Baby Metal, Limp Bizkit und KISS.

Das war die Setlist von Metallica in Wien (04-JUN-2015):
Intro: The Ecstasy of Gold (Ennio Morricone Song)
Fuel
For Whom the Bell Tolls
No Remorse
King Nothing
Disposable Heroes
The Unforgiven II
Cyanide
Lords of Summer
Sad But True
The Frayed Ends of Sanity
One
Master of Puppets
Damage, Inc.
Fade to Black
Seek & Destroy
Zugaben:
Creeping Death
Nothing Else Matters
Enter Sandman

Das war die Setlist von Faith No More in Wien (04-JUN-2015):
Motherfucker
Be Aggressive
Caffeine
Evidence
Epic
Black Friday
Surprise! You’re Dead!
Midlife Crisis
Spirit
The Gentle Art of Making Enemies
Easy (Commodores Cover)
Last Cup of Sorrow
Matador
Ashes to Ashes
Superhero

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