Iron Maiden
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Maiden rockten in Wien den Regen weg

Ein fast pünktlicher Start trotz Unwetter-Warnung, eine mystische-monströse Bombast-Show und ein paar Zeilen des Beatles-Klassikers When I’m Sixty-Four als Geburtstags-Ständchen für Drummer – Iron Maiden trotzten gestern (05-JUN) bei Rock in Vienna dem Regen. Nachdem das Erfolgs-Festival (90.000 Besucher!) zuvor sogar zwei Mal wegen heftigen regen gestoppt werden musste. Die WEGOTIT-Kritik.

„Fuck The Rain!“ Iron Maiden-Shouter Bruce Dickinson lieferte gestern (05-JUN) für 25.000 Fans beim Rock in Vienna Festival das Motto zum Tage. Nach Traumwetter für über 45.000 Fans beim hochexplosiven Starttag mit Rammstein, und knapp 20.000 bei der Dauerfluchenden Punk Ikone Iggy Pop am Samstag und kamen gestern (05-JUN) 25.000 Fans vor dem Bombast-Spektakel Book Of Souls von Iron Maiden dann doch in den Regen: heftige Schauer fegten knapp vor Nightwish und während In Extremo, die sogar ihren Auftritt kürzen mussten, über die Donauinsel und brachten Mini-Woodstock-Flair: Schlamm, Lacken und Hunderte Besucher die vorzeitig und völlig durchnässt noch vor den Headliner Iron Maiden die Insel verließen.

Doch Maiden ließen sich davon nicht abhalten und lieferten trotz heftigen Regenschauern bei fast überpünktlichem Start vom Opener If Eternity Should Fail bis zum Finale Wasted Years eine ebenso spektakuläre wie monströse Werkschau. Und hatten dabei für Wien zu den 15 Standard-Songs des zuvor 44 (!) Konzerte lang unveränderten Book Of Soul Tourprogramms sogar eine kleine Überraschung im Programm! Zum 64er von Drummer Nicko McBrain stimmte Dickinson nämlich einige Zeilen des Beatles-Klassiker When I’m Sixty-Four als Geburtstagsständchen an.

Auf einer Kulisse aus alten Inka-Ruinen legten die Legenden nach dem Intro-Filmchen rund um die verschollene EdForceOne-Boeing eben so magisch wie mystisch los: Dickinson mutierte, nachdem er aus einer antiken Urne verhängnisvolle Dämpfe einatmete, zum Rock-Berseker: zu The Trooper fegte in Soldaten-Uniform und mit Britischer Flagge über die Bühne, für Powerslave zog er sich die Ledermaske über und bei Hallowed Be Thy Name hatte er einen Galgen-Strick um den Hals.

Dazu erklärte er die Maiden-Klassiker („Die sind nicht alt sonder bereits Legenden“) gleich zum Beischlaf-Soundtrack: „Wahrscheinlich wurde einige von euch sogar zu diesem Songs gezeugt“ und riss dem Zombie-Maskottchen Eddie, dass zum Epos The Book Of Souls mit einem Knochen auf die Musiker eindrosch, das Herz aus dem monströsen-Riesenbody.

Blieb der Überhit Run To the Hills, so wie schon auf der ganzen Tournee auch in Wien aus, so gab’s allein schon dank Fear of the Dark, der Überhymne Iron Maiden wo Eddie im Bühnenhintergrund gesprengt wurde und dem Belzeebub-Auftitt bei The Number Of The Beast trotzdem keinen Grund zur Klage.

Wie schon beim RockAvaria-Festival in München begrüßte Dickinson vor Blood Brothers die vielen angereisten Fans: „Ich sehen Fahnen aus Serbien – übrigens Gratulation an Novak Đoković – Schweden, Argentinien, Mexiko – die ganze Welt ist heute hier!“ Dazu gratulierte er Nicko einmal mehr zum Geburtstag („Du bist jetzt ein Weltkulturerbe“) und freute sich vor dem Finale Wasted Years über den Regen-Stopp. „Danke dass ihr bei diesem Wetter durchgehalten habt, aber gemeinsam rockten wir den fucking Regen davon.“

Skurriles Detail: Auf fast allen Rock in Vienna Festival Shirts fehlte der Name Iron Maiden.

Das war die Setlist in Wien (05-JUN-2016):
Intro: Doctor Doctor(UFO song)
If Eternity Should Fail
Speed of Light/When I’M Sixty-Four (Beatles Cover)
Children of the Damned
Tears of a Clown
The Red and the Black
The Trooper
Powerslave
Death or Glory
The Book of Souls
Hallowed Be Thy Name
Fear of the Dark
Iron Maiden
Zugaben:
The Number of the Beast
Blood Brothers
Wasted Years
Outro: Always Look on the Bright Side of Life (Monty Python song)

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