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James Blunt: “Sheeran scheißt sich schon vor Angst in die Hosen”

Die neue CD The Afterlove, die Österreich-Konzerte in Wien (31-OKT) und Salzburg (01-NOV), ständige Häme und Ed Sheeran als bester Freund. James Blunt ist immer für Aufregung gut. Das WEGOTIT-Interview über alle Reizthemen.

Wenn ihr dachtet, 2016 wäre schlimm: 2017 bringe ich ein neues Album!” Mit zynischer Twitter-Meldung (“Ich musste die Welt ja warnen”) kündigte der von Kritikern gehasste, aber von Millionen geliebte Pop-Faserschmeichler James Blunt sein neues Werk The Afterlove an. Ab Freitag (24-MAR) ist es erhältlich. Warum er dafür keine positive Kritik ernten wird, und wieso sich sein bester Freund Ed Sheeran deshalb in die Hosen macht, verrät der Rekord-Popstar (50 Millionen verkaufte CDs, ein Dutzend-Hits (You’re Beautiful), fünf Grammy-Nominierungen) jetzt im großen WEGOTIT-Interview:

Mal Ganz ehrlich: Wie lange haben Sie für DIESEN Tweet überlegt?
Eineinhalb Minuten höchstens. Ich bin aufgewacht und wusste dass ich die Leute vor dem, was da kommt, warnen muss (lacht). Aber ich hätte mir niemals diese Reaktion erwartet. Ich rechnete mit vielleicht 1.000 Likes, dann wurden es Millionen. Ich dachte nicht, dass die Welt wirklich so viel Angst vor einem neuen James-Blunt-Album hat.

Müssen Sie sich das überhaupt noch antun?
Ach wo! Ich habe nach meinen vier ersten CDs längst ausgesorgt. Selbst mein Manager meinte, dass ich bereits in den Ruhestand gehen könnte. Dass ich aufgeben könnte. Und das ist cool, weil es stimmt und ich somit überhaupt keinen Druck mehr habe.

Trotzdem bringen Sie nun eine neue CD: The Afterlove
Es gibt dahinter keinen Plan und auch kein System, außer die Vorgabe, das beste Album aller Zeiten zu machen und mich nicht zu wiederholen.

Sie werden von den Kritikern meist verdammt …
Die einzige Kritik, die ich erst nehme, ist die meiner Mama. Und die ist immer meine schärfste Kritikerin (lacht). Aber die besten Kritiker sind ohnehin die normalen Leute, weil sie Musik ohne Vorurteile hören. Und da habe ich Glück dass mir Millionen zuhören und zu meinen Konzerten kommen. Ist ihr Urteil nun weniger wert als das von irgendwelchen Zeitungs-Fritzen? Ich glaube nicht.

Ihr neuer bester Freund ist Ed Sheeran. Wie kam es dazu?
Elton John hat ihn mir vorgestellt und wir haben schnell festgestellt, dass wir beide Alkohol sehr mögen und sehr unsichere Menschen sind. Das verbindet. Wobei wir anfangs gar nicht gemeinsam arbeiten wollten, denn das hätte die Freundschaft gefährden können. Aber wir einigten uns dann auf einen Pakt: Ich lehre ihn Skifahren und er hilft mir dafür beim Songwriting. Ein guter Deal für mich.

Was konnte Ihnen Ed Sheeran denn noch lernen?
Ich bin durch ihn in meinen Texten nun viel unverblümter. Unser gemeinsames Duett Make Me Better war mir anfangs zu persönlich, denn ich wollte nie über zu private Dinge singen, aber er meinte dass die Leute das hören wollen und hatte natürlich recht.

Sheeran bricht gerade alle Chart-Rekorde. Können Sie seinen Erfolgs-Lauf stoppen?
Er scheißt sich jetzt schon vor Angst in die Hosen, weil mein neues Album kommt und man nie wieder von ihm hören wird! Aber er hatte immerhin ein paar Wochen im Rampenlicht und alles muss mal enden.

Ihre Charts-Erwartungen?
Es wird keinen Kritiker geben, der positiv über meine CD schreibt. Weil niemand die Eier dazu hat. Aber ein paar Mutige werden es schon kaufen. aber ob die CD wirklich dieses Popmonster mit den roten Haaren von der Spitze verdrängen kann ist offen. Wahrscheinlich nicht, aber ich hoffe dass es doch einigen Leute gefällt, denn sonst wären zwei Jahre harte Arbeit umsonst gewesen.

WEGOTIT schrieb in einer Kritik, dass ihre CD besser ist als das neue Depeche Mode Album…
Sie haben wirklich große Eier oder wer hat Sie dazu gezwungen? Schulde ich ihnen nun Geld? Eines ist sicher, müsst ich nochmal in den Krieg ziehen dann nehme ich Sie mit, denn sie sind wirklich verdammt tapfer!

Sie leben in Ibiza. Warum?
Ich habe mir jetzt auch ein Tuk Tuk gekauft und fahre damit durch die Gegend. Die Leute halten mich dann für einen Taxifahrer und sind ganz erstaunt, dass James Blunt hinter dem Steuer sitzt. Die denken wohl, dass meine Karriere endgültig den Bach runterging und ich mich nun als Taxifahrer über Wasser halten muss.

Warum sind Sie überhaupt nach Ibiza ausgewandert?
Nur wegen der Nightclubs: Es gibt keine besseren Vibe. Aber meine Songs lasse ich dort nur spielen, wenn ich allein sein will. Wenn ich will das alle vorzeitig heimgehen (lacht). Das funktioniert bei alle Songs, außer bei 1973 dass ich ja über das Pacha in Ibiza geschrieben habe, da tanzen die Leute dann wirklich ab. Eine seltsame Erfahrung. Dazu habe ich mir in meine Garten nun einen eigenen Nightclub gebaut: „Bluntys Nightclub – where everyone is beautiful“ steht dort an der Türe.

Wo haben Sie eigentlich all die Goldenen Schallplatten auf?
Meine Frau erlaubt mir daheim eine Wand wo ich die wichtigsten aufhänge darf. Der Rest verstaubt im Keller und die Awards stehen am Klo.

Sie wurden im Juni 2016 Daddy. Wie sehr hat sie Ihr Sohn verändert?
Das war natürlich ein lebensverändertes Ereignis, aber ich spreche lieber in meinen Songs darüber.

Warum geht man als Vater trotzdem auf Tour und bleibt nicht beim Kind daheim?
Da ich selbst als kleiner Junge ständig unterwegs war. Mein Vater war ja in der Arme ist es auch für mich nur logisch ihn auf Tour mitzunehmen. Wir leben alle im Tourbus und das ist zwar alles andere als glamourös, aber das perfekte Leben. Nach der Show gibt’s einige – meistens zu viele- Drinks im Tourbus, so lange bis ich umfalle und dann wache ich in der nächsten Stadt auf und versuche dort eine Dusche zu finden. Herrlich.

Ihre Wien-Erinnerungen?
Ich war vier Mal auf Welttournee, also war ich vier Mal hier. Ich habe hier auch einige Freunde. Vor den Konzerten gehe ich meist mit ihnen Rad fahren und danach folgen nicht wenige Drinks.

Werden Sie da erkannt?
Wenn ich Radfahre nicht, weil ich so schnell bin (lacht) beim Trinken schon. Aber die Leute sind alle sehr freundlich

Am 04-MAI kommen Sie wieder, zum Amadeus Award…
Es ist eine Ehre beim größten Österreichischen Pop-Preis dabei zu sein. Zuerst konzentriere ich mich natürlich auf meinen Auftritt aber dann werde ich die Sau rauslassen. Vielleicht finde ich dort ja einen Austropop-Star der mir bei den nächsten Songs helfen kann oder zumindest einen neuen Sauf-Kumpanen.

Dann gbts auch noch die Konzerte in Wien (31-OKT) und Salzburg (01-NOV). Was darf man da erwarten?
Das letzte Mal war zur CD Moon Landing ja eine Weltraum-Thematik aufgelegt. Jetzt wird es etwas schwieriger, denn was ist The Afterlove? Vielleicht spielt die Show ja im Himmel (lacht). Sonst wird es das übliche: meine großartige Band, alle Hits die die Fans hören wollen, und ein paar neue die ihnen hoffentlich auch gefallen. Der Vorverkauf läuft jedenfalls hervorragend.

Zur Promotion ihres Albums liefern Sie nun auch einen witzigen Clip wo sich Leute in einer Art Anonymen Alkoholiker Treffen zu James Blunt bekennen …
Das war leider nicht meine Idee, sondern die meiner Plattenfirma. Die wissen, dass ich ein echter Clown bin und mich selbst gerne auf die Schaufel nehme. Ich wollte keine klassische „Er ist wieder da“ Werbung, weil die würde wohl nur die Selbstmord-Rate in die Höhe fahren. Dazu wird in diesem Clip die Schande James Blunt Fan zu sein viel offensichtlicher.

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