Elisabeth Engstler: 'Für Lampenfieber bin ich viel zu neugierig'

Alles neu bei Frisch gekocht. Elisabeth Engstler löst ab 7. Jänner Andi & Alex hinter dem TV-Herd ab und holt sich 9 Haubenköche zur Verstärkung. Das WEGOTIT Interview über Kochen, Singen und den Song Contest:

Von 1995 bis 2007 waren sie schon bei Frisch gekocht. Jetzt feiern Sie am 7. Jänner ihr Küchen Comeback…
Das ist ein Comeback mit sehr viele neuen Facetten. Man kann es mit dem was ich früher bei Frisch gekocht gemacht habe überhaupt nicht vergleichen. Ich habe zwar gedacht, dass es ein wieder Nachhause kommen ist. Aber ich musste total umlernen, denn das ist nun völlig anders. Kochen UND Präsentieren ist etwa ganz anders und das hat mich die ersten Wochen viel Nerven gekostet.

Sie folgen nun den berühmten TV-Köchen Andi & Alex. Sind das große Fußstapfen in die man tritt?
Zum Glück muss ich nicht in ihre Fußstapfen treten, weil die Sendung nun komplett anders ist. Hätte ich das genauso machen müssen, dann hätte ich es mir wahrscheinlich nicht getraut. Weil die sind einfach Spitze.

Wie schwierig ist es gleichzeitig zu kochen und zu sprechen?
Jetzt geht’s. Am Anfang hab ich noch sehr viel nachdenken müssen. Es war aber nicht nur für mich schwer: Selbst die Haubenköche hatte in einer fremden Küche ja so ihre Probleme (lacht).

Mit ihnen stehen nun Spitzenköche wie Walter Eselböck oder Lisl Wagner-Bacher am Herd. Kochen Sie nun mit oder gegen diese Haubenköche?
Gott sei Dank ist es ein miteinander. Und das ist eine echte Engstler-Tradition, weil wir auch privat sehr viel miteinander kochen. Ich liebe es mit anderen Menschen gemeinsam zu kochen. Da kann man am besten rede miteinander. Um den Vergleich mit meiner Musik-Karriere zu ziehen: Dieses Kochen mit den Haubenköchen ist ähnlich wie ein Musik-Duett mit Elton John.

Haben Sie Lampenfieber vor diesem gemeinsamen Kochen?
Da ist sehr viel Respekt und Freude dabei, aber Lampenfieber habe ich keines, dann dazu bin ich viel zu neugierig.

Welche Tricks schaut man sich da bei den Haubenköchen ab?
Sehr viele. Vor allem beim Dekorieren und Anrichten. Wie man etwas schnell und effektiv macht. Ich lerne da noch immer extrem viel.

Kocht man nach 12 Stunden Studio-Koch-Tag dann daheim überhaupt noch gerne?
Ja, ich koche auch privat noch gerne! Aber ich muss ja kochen, denn ich hab eine Tochter zu Hause. Trotzdem muss ich schon ehrlich sagen, dass ich immer nur mit Hunger kochen kann. Ohne Hunger kann ich wirklich nicht kochen. Das muss ich noch aus den Haubenköchen rauskriegen, wie die das machen.

Ihr Lieblings-Rezept?
Ganz ehrlich: Gute Kartoffel mit Butter und Salz – nur das wird in der TV-Show wohl eher nicht vorkommen (lacht)

Die meisten Fernsehköche sind Männer, dabei stehen doch sonst meist die Frauen hinter dem Herd…
Ich denke, dass der Beruf des Küchenchefs einer der stressigsten und nervenaufreibendsten ist. Auch weil man da etwas härter durchgreifen muss. Und viele Frauen war das zu hart, doch zum Glück hat sich in den letzen 10, 15 Jahren der Trend ein bisschen gewendet. Doch für mich sollten auch viele Hausfrauen, ein zwei Hauben haben, weil sie so sensationell kochen.

Wie sieht es eigentlich um Ihre Musik-Karriere aus?
Im nächsten Jahr geht es wieder größer los. Ich habe schon einige Nummern geschrieben und werde das vielleicht sogar auch mit einer anderen Nuance etwas machen. Singen und Kochen wäre ja eine Möglichkeit (lacht)

1982 waren sie für Österreich beim Song Contest…
Ich habe nur die besten Erinnerungen daran. Für so eine neugierige Nase wie mich war das eine wunderbare Erfahrung. Ich verfolge natürlich jetzt auch Conchita Wurst, denn ich bange ja immer für Österreich. Nur wurde ich in den letzten Jahren immer enttäuscht und hoffe nun ganz stark, dass sie uns diesmal viel Freude bereitet.



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