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Adam Lambert: “Nach Queen-Erfolg traue ich mir alles zu!”

Er ersetzte Freddie Mercury und startet mit The Original High nun solo durch. Adam Lambert spricht im WEGOTIT-Interview über seine zwei Leben zwischen Queen und Solo-Karriere, das geplante Robbie Williams-Duett und die Queen-Zukunft.

Im Februar rockte er mit Queen in der ausverkaufte Stadthalle das Konzert des Jahres. Jetzt startet Adam Lambert solo durch. Mit dem Dancefloor-Hit Ghost Town und der Trend-CD The Original High stürmt er die Charts – und das obwohl er gerade wieder mit Queen in Südamerika tourt. Das WEGOTIT-Interview.

Sind sie vom Solo-Erfolg überrascht?
Ja, denn ich wusste nicht was zu erwarten ist. Als das Album endlich fertig war hatte ich ein sehr gutes Gefühl, denn es ist wirklich großartig geworden. Großartige Musik, starke Songs und eine ehrlicher Status Quo wo ich gerade im Leben stehe. Ich bin erfreut darüber, wie die Fans darauf reagieren.

Wie sehr wurden Ihre neuen Solo-Songs durch die Arbeit mit Queen inspiriert?
Die meisten dieser Songs hatte ich schon vor dieser Queen-Tour geschrieben. Also sind das wirklich zwei total verschiedene Projekte.

Wie anders wurde dieses Album klingen wenn Sie vorher nicht mit Queen auf Tour gewesen wären?
Das ist schwer zu sagen. Aber mein Job als Queen-Sänger hat mir doch deutlich mehr Selbstvertrauen gegeben. Ich traue mir nun wesentlich mehr zu und gehe das ganze relaxter an.

Dazu konnten sie nun auch Brain May als Gastmusiker für den Song Lucy gewinnen…
Das natürlich auch.

Auf Tour mit Queen, dann das Soloalbum, jetzt weder eine Queen-Tour…
Das ist gar nicht so schizophren wie es klingt (lacht) Das sind zwei total unterschiedliche Paar Schuhe. Ein guter Song ist ein guter Song – egal wer den geschrieben hat.

Wie sehr müssen Sie Ihre Solo-Pläne eigentlich auf die Queen-Pläne abstimmen?
Für Queen muss ich mir jetzt drei Wochen frei nehmen, dann geht’s wieder solo weiter – das ist also keine so große Sache.

Sie sagen, sie trauen sich wegen Queen nun wesentlich mehr zu. Wie wirkte sich das im Studio aus? Nimmt man sie nun als Künstler ernster?
Das ist alles zweitrangig. Die Queen-Tour zeigte mir vor allem wie sehr ich es liebe auf der Bühne zu stehen. Es war ein Genuss vor tausenden Menschen zu singen. Mit dieser riesigen Bombast-Show und diesen Songs, die die ganze Welt kennt. Es war natürlich auch eine mörderische Herausforderung in diese Fußstapfen zu treten. Denn es gibt nur einen Freddie Mercury.

Doch wer Freddie Mercury ersetzen kann, der kann alles, oder?
Das war schon ein Triumph. Ich fühle mich dadurch wesentlich stärker und jeder Aufgabe gewachsen. Ich traue mir nun alles zu.

Jetzt will sogar Robbie Williams ein Duett mit Ihnen?
Das Ist großartig, sein Offert schmeichelte mir sehr. Ich bin sofort dabei. Wir haben ein paar mal hin und her getwittert. Wir müssen jetzt nur schauen wie wir da alles unter einen Hut bringen.

Anfangs gab‘s viel Kritik für sie als neuer Queen-Sänger …
Ja die gab es. Doch ich habe viele belehrt, dass ich der Richtige für diesen Job bin. Ein gutes Gefühl (lacht).

Wie sieht’s mit einer Solo-Tour aus?
Ich werde wohl nicht mehr in den größten Hallen spielen, sondern eher in Clubs. Aber auch das macht Spaß – denn das ist eigentlich viel schwieriger als vor tausenden Leute zu spielen die jeden Song auswendig mitsingen können.

Werden Sie da auch Queen-Songs spielen?
Das könnte durchaus sein! Das sind ja grandiose Songs – und jetzt kenn ich sie ja auch auswendig.

Brian May spielt beim Song Lucy mit- wie kam es dazu?
Ich habe ihm auf Tour das Demo vorgespielt. Er war total begeistert und fragte mich ob er da ein Solo beisteuern dürfte. Wir waren dann eines Nachmittags im Studio und nach zwei Takes war die Sache im Kasten.

Ein Vollprofi eben…
Ja (lacht). Ich glaube er beherrscht das Gitarrenspielen wirklich (lacht)

Und Roger? Haben sie den auch für einen Song angefragt?
Der hatte keine Zeit (lacht)

Wann kommt dann eine Queen + Adam Lambert CD?
Ich weiß es nicht. Bei uns ist alles möglich, doch zur Zeit sehen wir drei das alles als Tour-Projekt.

Gibt es weiter Pläne nach dieser Südamerika-Tournee? Rufus Taylor meinte im WEGOTIT Interview< es könnte 2016 weitere US-Konzerte geben?
Ich bin sofort dabei (lacht). Es gibt keine konkreten Pläne, aber wann immer Brian und Roger mich wollen, dann singe ich jede Tour. Dieses Projekt ist noch nicht zu Ende.

Welche neue Queen Songs würden Sie dann gerne singen?
Ich glaube wir haben all die wichtigen Songs bereits in der Setlist – zumindest jene, auf die ich stehe. Es ist schon jetzt eine sehr lange Show.

Wie oft sind sie eigentlich in Kontakt? Jedes Monat, jede Woche, täglich?
Wir mailen ständig hin und her – und je näher eine Tour kommt, desto mehr werden das (lacht). Jeder von uns drei hat seine eigenen Pläne, das ist auch gut und macht das Leben spannend. Aber Queen ist für die beiden das wichtigste.

Haben Sie sich zur Tourvorbereitung auch alle Freddie Videos angesehen?
Nicht erst zur Tourvorbereitung (lacht), aber da dann nochmal. Ich wollte schon wissen, was genau er und Queen auf der Bühne rüber bringen wollten. Ich hab mir alles angesehen – aber irgendwann muss man damit auch aufhören, damit man nicht bloß zur billigen Kopie wird sondern seinen eigenen Stil einbringt. Denn sonst funktioniert das nicht.

Bei Killer Queen zeigten sie sich auf der Bühne fast noch extravaganter als Freddie …
Das war meine Idee – ich wollte soviel Drama wie möglich. Auch die Krone zum Finale, das war mein ganz spezielles Tribut an Freddie. Eine Hommage, keine Kopie.

Was ist für Sie als Sänger der schwierigste Queen Song?
Am schwierigsten sind sicher Who Wants To Live Forever oder The Show Must Go On.

Gibt’s noch einen Queen-Songs denn sie gerne singen würden?
Wir haben alle Hits dabei, das passt so. Die Show ist ohnedies schon sehr lange. Aber Save Me war mir wichtig.

Im Februar rockten sie Wien. Ihre Österreich-Erinnerungen?
Ich war ja schon mal für den Life Ball in Wien – eine wunderbare Stadt und ich hatte viel Spaß. Eine wilde Party. Jetzt hatte ich aber kaum Zeit für Sightseeing, aber ich will bald wieder kommen. Für ein Solo-Konzert.

Gibt’s denn schon Pläne dafür?
Ich möchte im Frühjahr eine kleine Europa-Tour spielen und Österreich wird da defintiv mit dabei sein! Ich hoffe ja stark dass mich die Fans auch in Wien sehen wollen.

Sie haben mit Queen letztes Jahr in Sydney eine Live-DVD aufgenommen. Was passiert damit?
Die wird schon noch kommen – wir warten nur auf den richtigen Zeitpunkt (lacht).

Für wen war Queen + Adam Lambert das größer Risiko, für Queen oder für sie?
Sicher für Roger und Brian, denn ihr Ruf und ihr Vermächtnis ist natürlich wesentlich größer als meines. Aber auch ich hatte etwas zu verlieren, trotzdem bin ich froh dass Roger und Brian mir dieses Vertrauen geschenkt haben.

Gab‘s niemals die Idee auch eine ihrer Solo-Songs bei den Queen-Konzerten zu spielen?
Reizen würde es mich schon und das wäre mit einigen Songs dieses Album schon möglich. Aber ich weiß nicht ob es klappen würde.

Ghost Town würde passen, das hat ein bisschen das Hot Space Feeling…
Vielleicht. Für mich ist das ein 90er House Track. Ich weiß nicht wie Queen das auf ihren Stil adaptieren würden. Aber es ist sicher möglich, denn sie sind ja talentierte Musiker. (Lacht)

Ps. Beim Tourstart in Sao Paolo haben Queen es dann bewiesen und stimmten Ghost Town an.

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